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Heizung mit Holzpellets für Wetterauer Schulen

Eine Hand voll Pellets: Von links: Anke Fißeler, Konrektorin Janusz-Korczak-Schule, Uwe Mandler, Fachstelle Bauunterhaltung des Wetteraukreises, Carola Heon, Schulleiterin der Janusz-Korczak-Schule, Erster Kreisbeigeordneter Jan Weckler, Gabi Küster, Schulleiterin der Limesschule und Stefanie Voß, Klimaschutzmanagerin des Wetteraukreises.

Erster Kreisbeigeordneter Jan Weckler hat zwei neue Holzpellet-Anlagen an der Limesschule und der Janusz-Korczak-Schule in Altenstadt besichtigt. Möglich geworden ist die Finanzierung durch ein Förderprogramm des Bundes: Insgesamt rund 240.000 Euro erhält der Wetteraukreis dabei vom Bundesumweltministerium.

„Wir engagieren uns bereits seit 2013 im Öffnet externen Link in neuem FensterKlimaschutz und haben dazu ein Klimaschutz-Teilkonzept für unsere Liegenschaften erstellt, das wir seitdem konsequent umsetzen. Daran werden auch die aktuellen Ereignisse rund um das Klimaabkommen von Paris nichts ändern“, betonte Kreisbeigeordneter Jan Weckler bei der Übergabe der Bewilligungsbescheide an der Limesschule in Altenstadt.

Die Ölheizungen der jeweiligen Schule wiesen immer wieder Defekte auf, so dass die Erneuerung wirtschaftlich angezeigt war. Besonders dringend war der Handlungsbedarf an der Janusz-Korczak-Schule. Dort war der Heizkessel defekt, bis zur Fertigstellung der Pellet-Anlage wurde die Schule durch eine mobile Heizungszentrale versorgt.

Insgesamt investierte der Wetteraukreis in beide Anlagen rund 555.000 Euro, die Hälfte davon übernimmt das Bundesumweltministerium. Erster Kreisbeigeordneter Jan Weckler besichtigte die neuen Anlagen mit den beiden Schulleiterinnen und der Klimaschutzmanagerin des Wetteraukreises.

Fertiggestellt wurden die Pelletheizungen nach einer Planungs- und Bauzeit von rund eineinhalb Jahren im April. Stefanie Voß, Klimaschutzmanagerin des Wetteraukreises erläuterte die Funktionsweise der Pelletheizungen. Die Holzpellets gelangen über so genannte Förderschnecken vom Vorratsbehälter in die Brennkammer des Ofens. Der Verbrennungsvorgang der Pellets wird mit einem automatischen Zündvorgang gestartet, ein Thermostat sorgt dann dafür, dass die Temperatur entsprechend ihrer Einstellung geregelt wird. Die Pelletheizung beginnt bei Bedarf automatisch wieder zu heizen, sobald die gewählte Temperatur unterschritten wird. Für besondere Effizienz und einen geringen Brennwertverbrauch sorgt die Kopplung mit einem Pufferspeicher. Das dort enthaltene Wasser wird auf einer konstanten Temperatur gehalten und kann punktuell abgerufen werden. Auch blieben nur geringe Reste in Form von Asche bei der Verbrennung der Pellets übrig.

Der Erste Kreisbeigeordnete ergänzte, dass sich die Investition in die Pelletheizungen sowohl für den Wetteraukreis als auch für den Klimaschutz lohnt: „Insgesamt werden durch die moderne Heizungsanlagen rund 130.000 Liter Heizöl eingespart und so rund 400 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden“, so Weckler.

veröffentlicht am: 19.06.2017

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