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Jan Weckler zeichnet Klimaexperten aus

Hinten: Stefan Crößmann, zuständiger Lehrer für das Klimaschutzprojekt mit den Grundschulen, Schulleiterin Jutta Tschakert. Mitte: Erster Kreisbeigeordneter Jan Weckler. Ganz rechts: Klimaschutzmanagerin Stefanie Voß. Vorne: Die ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler.

Berufsschülerinnen und Berufsschüler der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) führen „Energiesparchecks“ mit Grundschülerinnen und Grundschülern durch. Für ihr Engagement hat ihnen Erster Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Jan Weckler Urkunden verliehen.

„Mit den Urkunden möchten wir uns ganz herzlich bei Ihnen für Ihr Engagement bedanken. Zugleich ist die Urkunde auch eine Auszeichnung Ihrer geleisteten Arbeit, mit der Sie bei künftigen Arbeitgebern überzeugen können“, erläuterte Jan Weckler bei der Übergabe der Urkunden an die Berufsschülerinnen und Berufsschüler.

Die Energiesparchecks bilden die zweite Phase des Projekts „Klimaexperten“, in dem sich die Grundschülerinnen und Grundschüler mit den Grundlagen von Wetter und Klima sowie den Auswirkungen des Energieverbrauchs auseinandersetzen. In der ersten Phase lernen sie die theoretischen Grundlagen und machen naturwissenschaftliche Experimente, in der zweiten Phase orientieren sie sich stärker an ihrer Alltagspraxis.

Die erste Phase wird von freiberuflichen oder geschulten Umweltpädagoginnen betreut, die zweite Phase übernehmen Berufsschüler aus der Wetterau. Die bisherigen Projekte wurden vor allem von Schülern der Beruflichen Schulen Butzbach betreut. Zum ersten Mal dabei war dieses Jahr die JPRS, deren Schülerinnen und Schüler jetzt ausgezeichnet wurden.

Unterricht von Schülern für Schüler

Die Berufsschülerinnen und Berufsschüler planen und bauen Lernstationen zum Thema Energie- und Wassersparen und führen dort gemeinsam mit den Grundschülern praktische Experimente durch.

Annabell, Schülerin der Jahrgangsstufe 11 des Beruflichen Gymnasiums hat an ihrer Station unterschiedliche Glühbirnen vorgestellt. „LED-Lampen verbrauchen deutlich weniger Energie und sind so viel umweltschonender“, weiß sie zu berichten. Als sie von ihrer Lehrerin angesprochen wurde, ob sie nicht an dem Projekt teilnehmen will, hat sie nicht lange gezögert. Sie ist unter anderem beim Technischen Hilfswerk engagiert, da weiß sie, welche Gefahren bei einem ungebremsten Klimawandel entstehen. Ihre Mitschüler, die alle freiwillig an dem Programm teilgenommen haben, untersuchten wie viel Energie ein Wasserkocher im Vergleich zum Kochen auf dem Herd verbraucht, oder wie bei richtigem Lüften und Heizen Energie und Treibhausgase eingespart werden können.

Nach diesen Experimenten präparierten die Berufsschüler einen Raum, in dem Kinder potenzielle Fehlerquellen erkennen sollen. Außerdem führten sie einen kindgerechten Rundgang durch das Schulgebäude durch, in dem sie die Funktion der Heizungsanlage, eines Windfangs und weiterer Gebäudeelemente erläuterten. Abschließend wurde eine Bewertung durchgeführt, wie gut die Schule bereits Wasser und Energie spart.

„Das Projekt hat einen vielfältigen Nutzen. Die Grundschülerinnen und Grundschüler lernen bereits von klein auf den Zusammenhang von Energieverbrauch und Klima und wie sie durch ihr Verhalten den Energieverbrauch senken können. Auch, dass die Lerneinheit mit älteren Schülern durchgeführt wird, ist für die Grundschüler etwas Besonderes. Die Berufsschülerinnen und Berufsschüler schlüpfen in die Rolle von Lehrkräften und zeigen besonderes Engagement, das sich später positiv bei der Bewerbung auswirken kann. Und für uns als Schulträger hat das Projekt den Vorteil, dass wir an unseren Schulen den Energieverbrauch und damit Kohlendioxid und bares Geld einsparen können“, zeigte sich Erster Kreisbeigeordnete Jan Weckler vom Projekt erfreut.

veröffentlicht am: 27.06.2017

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