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Klimaschutz - Wetteraukreis tritt Bündnis „Hessen aktiv“ bei

Landrat Jan Weckler unterzeichnet die Charta „Hessen aktiv: die Klima-Kommunen“ und besiegelt damit die Mitgliedschaft des Wetteraukreises im Klimabündnis. Links im Bild Stefanie Voß, Klimaschutzmanagerin in der Kreisverwaltung, rechts Jens Dölling, Klimaschutzbeauftragter der Kreisverwaltung.

Auf Vorschlag von Landrat Jan Weckler tritt der Wetteraukreis dem Bündnis „Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen“ bei. Dieser Zusammenschluss hessischer Städte, Gemeinden und Landkreise will sich verstärkt dem Klimaschutz und der Anpassung an die Folgen des Klimawandels zuwenden.

Gemeinsames Ziel ist es, den Energieverbrauch und die Treibhausemission zu reduzieren und sich an verändernde klimatische Bedingungen anzupassen. Wie Landrat Jan Weckler in einer Presseerklärung mitteilte, wolle man noch stärker an der Erreichung der hessischen Klimaschutzziele mitwirken.

„Mit der Unterzeichnung der Charta verpflichten wir uns, die Treibhausemission nachhaltig zu reduzieren“, sagt der Wetterauer Landrat. Bis zum Jahre 2030, so das vom Kreistag des Wetteraukreises selbst gesetzte Ziel, soll eine CO2-Einsparung von 55 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 erreicht werden.

„Der Beitritt des Wetteraukreises zum Bündnis ‚Hessen aktiv‘ erfolgt zum richtigen Zeitpunkt“, erläutert Landrat Jan Weckler. Derzeit werden in Zusammenarbeit mit einem externen Fachbüro das bereits seit dem Jahr 2009 existierende Klimaschutzkonzept sowie die Klimaschutzziele des Wetteraukreises überarbeitet.

Bis 2050 soll in Hessen Klimaneutralität erreicht werden. Das bedeutet eine Reduktion der Treibhausgasemission um mindestens 90 Prozent. Dazu sollen die beteiligten Kommunen Aktionspläne zu Klimaschutz und Klimawandelanpassung vor Ort auflegen und darstellen, wie sie ihre Ziele erreichen. „Mittlerweile“, so Landrat Weckler, „gehören dem Bündnis mehr als 200 Kommunen hessenweit an, darunter auch einige Landkreise. Im Wetteraukreis sind unter anderem die Städte Friedberg, Karben, Nidda und Ortenberg dem Bündnis beigetreten.“

„Das Besondere an dem Projekt ist auch, dass wir von den Maßnahmen anderer Kommunen lernen können. Nicht jeder muss das Rad neu erfinden. Manchmal ist es gut, auf die Erfahrungen anderer zu bauen und sich die Ergebnisse aus deren Projekten zunutze zu machen.“

Ein weiteres Argument für den Beitritt zu dem Bündnis sind die erhöhten Fördersätze bei Projekten im Rahmen der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung von kommunalen Klimaschutzprojekten und Anpassungsprojekten sowie von kommunalen Informationsinitiativen. „Davon kann auch der Wetteraukreis profitieren“, betont Weckler. Im Rahmen der Klimaschutzziele sollen unter anderem Maßnahmen für den Einsatz Erneuerbarer Energien, im Bereich der energetischen Sanierung und der Heizungsmodernisierung definiert werden.

Interessant ist auch der Wettbewerb „So machen wir’s“, bei dem alle hessischen Klima-Kommunen ihre Projekte in den Kategorien Klimaschutz und Klimaanpassung einreichen können. In diesem Jahr wurde die Stadt Fulda für ihr geothermal gekühltes Rechenzentrum, der Main-Kinzig-Kreis für sein „Stromkreisbilanzmodell“ und die Wissenschaftsstadt Darmstadt für das Mobilitätskonzept für die Lincoln-Siedlung ausgezeichnet.

veröffentlicht am: 21.10.2019

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