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Umwelterziehung kann nicht früh genug beginnen

Gemeinsame Durchführung eines Experiments: Die Grundschülerinnen und Grundschüler der Klasse 4b, Schulleiterin Dr. Christiane Willeke-Wetstein und Schuldezernent Jan Weckler

In der Stadtschule an der Wilhelmskirche Bad Nauheim, der Grundschule Limeshain, der Philipp-Dieffenbach-Schule Friedberg und der Grundschule Friedberg-Fauerbach werden Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen zu „Klimaexperten“ ausgebildet. Das Projekt ist Teil eines 15-Punkte-Plans, den der Kreistag schon vor einigen Jahren gefasst hat. Ziel ist es, auf allen Gebieten etwas gegen den Klimawandel zu tun.

Die aktuellen Nachrichten zu den Auswirkungen des Klimawandels sind besorgniserregend. Bis zu 65 Zentimetern kann der Meeresspiegel bis zum Ende des Jahrhunderts steigen. Eine Katastrophe für kleine Inselstaaten. „Aber auch für uns hat der Klimawandel erkennbare Auswirkungen“, stellt Erster Kreisbeigeordneter Jan Weckler fest. „Wir müssen deshalb alle Möglichkeiten nutzen, unseren Beitrag gegen den Klimawandel zu erhöhen. Das beginnt schon bei der Sensibilisierung und Ausbildung der Schülerinnen und Schüler für das Thema Klimawandel.“

Nun schon im dritten Jahr wird das Projekt „Klimaexperten im Wetteraukreis“ durchgeführt. Grundschülerinnen und Grundschüler der Wetterauer Schulen werden im Klimaschutz weitergebildet. „Die Dritt- und Viertklässler sollen früh lernen, wie sie nur durch ihr Verhalten das Klima schützen können, spielerisch und ganz ohne moralischen Zeigefinger“, begeistert sich Schuldezernent Weckler für das Projekt. Dieses besteht aus theoretischen Unterrichtseinheiten und einem praktischen Teil, den Energiesparchecks.

Klimakisten

Die Unterrichtseinheiten zu den Themen Klima, Klimawandel und Energie werden von ausgebildeten Umweltpädagoginnen durchgeführt. Dabei kommen sogenannten „Wetterauer Klimakisten“ zum Einsatz, mit denen Experimente durchgeführt werden können, sie bleiben dann nach Projektabschluss in den Schulen und können so für den Unterricht weiter genutzt werden.

Energiesparcheck

Der Energiesparcheck findet durch Berufsschülerinnen und Berufsschüler sowie Studierende der Beruflichen Schule Butzbach (Technikerschule) und der Johann-Philipp-Reis-Schule in Friedberg statt.

Die Schülerinnen und Schüler können so spielerisch das in der Theorie erworbene Wissen anwenden und weiter erforschen. Kürzlich fand ein Energiesparcheck, durchgeführt von Studierenden der Beruflichen Schule Butzbach, an der Grundschule Fauerbach in Friedberg statt. Zwei Klassen der Grundschule durchliefen dabei die vier Stationen Wasser, Solar und regenerative Energiequellen, Beleuchtung (LED) und Abfallentsorgung. Schuldezernent Jan Weckler konnte bei dem Energiesparcheck dabei sein und sich von der Begeisterung der Schüler überzeugen lassen. Sowohl die akribische Vorbereitung der Energiesparchecks durch die Studierenden als auch der Spaß und Lerneffekt der Grundschülerinnen und Grundschüler spreche für das Projekt.

Unterstützung durch den BUND, Kreisverband Wetterau

Finanziert wird das Projekt unter anderem durch Mittel des BUND, Kreisverband Wetterau. „Ich bin froh, dass wir für dieses Projekt die Unterstützung des BUND finden konnten“, sagte Schuldezernent Jan Weckler an Jürgen Hutfiels gerichtet. Der Wetterauer Umweltschutzpreisträger des Jahres 2015 ist Erster Vorsitzender des BUND, Kreisverband Wetterau.

veröffentlicht am: 16.02.2018

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